Soziale Angst – Verstehen, überwinden, selbstbewusst leben

„Ich bin halt uninteressant.“
Soziale Angst sicher erkennen und mit dem Programm nach Clark und Wells wirksam behandeln, von Verhaltensexperimenten bis Aufmerksamkeitstraining.
Die soziale Angststörung gehört zu den häufigsten psychischen Störungen und zugleich zu den am leichtesten übersehenen. In der Praxis verbirgt sie sich hinter depressiver Symptomatik, Erschöpfung oder allgemeiner Vermeidung, während subtiles Sicherheitsverhalten genau die Angst aufrechterhält, die überwunden werden soll. Diese Fortbildung schärft den diagnostischen Blick und vermittelt ein evidenzbasiertes Vorgehen für die Behandlung.
Sie lernen, soziale Ängste auch in verdeckten Ausprägungen zu erkennen und differenzialdiagnostisch einzuordnen. Auf Grundlage des Störungsmodells nach Clark und Wells verstehen Sie das Zusammenspiel von Selbstaufmerksamkeit, Grübeln und Sicherheitsverhalten und lernen das zugehörige Behandlungsprogramm kennen. Sie üben das Task Concentration Training zur Umlenkung der selbstfokussierten Aufmerksamkeit, planen Verhaltensexperimente individuell und erproben sie live und in Kleingruppen, und Sie arbeiten kognitiv an Grundüberzeugungen wie „Ich bin uninteressant“. Der Dozent forscht seit Jahren zur Psychotherapie der Angststörungen und hat das Standardwerk zur sozialen Angst mitverfasst.
Fallarbeit und Rückfallprophylaxe sichern den Transfer in Ihren Behandlungsalltag; bringen Sie gern eigene Fälle mit, die im Kurs besprochen werden.