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Prokrastination – Nur Harakiri ist schöner

Kursnummer:
27-0031
Erster Kurstag:
calendar_month Fr 16.04.2027 schedule 14:00 - 21:30
Zweiter Kurstag:
calendar_month Sa 17.04.2027 schedule 09:00 - 16:30
Dauer:
16 UE
Fortbildungspunkte:
20 FBP
Gebühr:
495,00  445,50 

„Morgen. Ganz sicher morgen.“

Chronisches Aufschieben verstehen und behandeln: von der Dynamik hinter der Blockade über gesellschaftliche Kontexte bis zu konkreten Interventionen.

Prokrastination ist keine eigene Diagnose, aber ein hochbelastendes Muster: Betroffene schieben wichtige Aufgaben chronisch auf, mit Scham, Selbstvorwürfen und wachsendem Risiko für Angst und Depression. Was nach außen wie Trägheit wirkt, ist klinisch meist blockierte Selbstregulation, gespeist aus Bewertungsangst, Perfektionsansprüchen und ambivalenten Zielbindungen. Die therapeutische Kunst besteht darin, Handlungsfähigkeit aufzubauen, ohne die Selbstabwertung weiter zu verstärken.

Der Kurs vermittelt zunächst ein differenziertes Verständnis: die Abgrenzung von Trägheit und Entscheidungsschwäche, die verhaltenspsychologischen und psychodynamischen Erklärungsmodelle und den gesellschaftlichen Kontext, von Hikikomori-Phänomenen bis zum Generationenwandel, der Aufschieben vorschnell als Haltungsproblem deutet. Darauf aufbauend lernen Sie konkrete Interventionen kennen: Ziel- und Wertklärung, Umgang mit Ambivalenz und Widerstand, Verhaltensaktivierung, Planungs- und Belohnungsstrategien sowie den Einbezug von Angehörigen. Fallarbeit an Konstellationen aus der Praxis und an eigenen Fällen verankert das Vorgehen.

Sie gewinnen Verständnis und Werkzeuge für ein Problem, das in fast jeder Behandlung irgendwann auftaucht. Bringen Sie gern eigene Fälle mit.

Buchungen

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495,00
20 verfügbar