Dann bringe ich mich eben um – Die Jonglage zwischen Leben und Tod

„Darf ich das überhaupt fragen?“
Sicherheit im Umgang mit Suizidalität gewinnen: professionell explorieren, Risiko einschätzen und in wie nach der Krise wirksam intervenieren.
Kaum eine klinische Situation fordert Behandler so heraus wie suizidales Erleben: Die Verantwortung wiegt schwer, Mythen verunsichern die Gesprächsführung, und zwischen Über- und Unterreaktion liegt oft nur eine Einschätzung. Diese Fortbildung vermittelt fundierte Kenntnisse für den professionellen Umgang mit Suizidalität, mit dem Ziel, Sicherheit in Diagnostik, Gesprächsführung und Intervention zu gewinnen.
Am Anfang stehen Haltung und Sprache: Wie sprechen wir über Suizidalität, welche verbreiteten Mythen behindern den Zugang, und wie entsteht eine tragfähige Beziehung in der Krise? Darauf folgen die klinisch-epidemiologischen Grundlagen und die wichtigsten Entstehungsmodelle suizidalen Erlebens, ein theoretisch anmutender, für das Verständnis aber äußerst nützlicher Schwerpunkt. Praktisch üben Sie die strukturierte Exploration suizidaler Gedanken und Absichten, die differenzierte Risikoeinschätzung anhand von Fallvignetten und die Ableitung angemessener Maßnahmen. Evidenzbasierte Interventionen für die akute Krise, Sicherheits- und Krisenpläne, Angehörigenarbeit und die längerfristige Begleitung nach suizidalen Krisen runden das Programm ab, ebenso die Selbstfürsorge der Behandelnden.
Die Dozentin verbindet Suizidforschung mit klinischer Erfahrung und leitet ein Netzwerk für Suizidprävention. Bringen Sie gern eigene Fälle und Fragen mit, sie werden zu Beginn gesammelt und fließen in die Fortbildung ein.