Innehalten. Beobachten. Verändern. – Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie (MBCT)

„Das Grübeln beginnt oft schon, bevor die Depression zurück ist.“
MBCT verstehen, erfahren und anleiten: Rückfallprophylaxe bei Depression mit Achtsamkeit und kognitiver Therapie, inklusive intensiver Selbsterfahrung.
Nach mehreren depressiven Episoden steigt das Rückfallrisiko deutlich, und oft sind es dieselben Prozesse, die den Weg zurück in die Depression bahnen: anhaltendes Grübeln, harte Selbstkritik und der Versuch, belastende Gedanken und Gefühle zu vermeiden. Genau für diese wiederkehrenden Muster wurde die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie entwickelt, ein wissenschaftlich fundiertes achtwöchiges Gruppenprogramm, das Achtsamkeitsschulung mit Elementen der kognitiven Verhaltenstherapie verbindet.
Sie erwerben ein fundiertes Verständnis von Aufbau, Evidenz und Wirkmechanismen der MBCT, einschließlich der Abgrenzung zur MBSR und der Anwendungsfelder über die Depression hinaus, etwa bei Angststörungen. In angeleiteter Selbsterfahrung praktizieren Sie zentrale Übungen wie Atemmeditation, Drei-Minuten-Atemraum und Body Scan und lernen mit der Inquiry die zugehörige Reflexionsmethode kennen. Darauf aufbauend üben Sie, Achtsamkeitsübungen selbst sprachlich anzuleiten, therapeutisch einzubetten und an unterschiedliche Patienten anzupassen. Sie vertiefen Selbstmitgefühl und Akzeptanz als Kernelemente der Rückfallprävention, schätzen Indikationen, Grenzen und Kontraindikationen differenziert ein, einschließlich traumasensibler Anpassungen, und lernen, wie sich einzelne MBCT-Elemente in ambulante und stationäre Behandlungen integrieren lassen. Die Dozentin bildet seit vielen Jahren MBSR- und MBCT-Lehrende aus.
Die eigene Übungspraxis ist wesentlicher Bestandteil der Fortbildung; bringen Sie die Bereitschaft zur Selbsterfahrung mit. Zugleich lernen Sie Achtsamkeit als Ressource für die eigene Selbstfürsorge im Berufsalltag kennen.