Wenn der Kopf fast platzt – Das Neueste zu Kopfschmerz und Migräne

„Sie werden sich wundern, wie viel Psychologie in der Migräne steckt.“
Migräne biopsychosozial verstehen und behandeln: leitlinienorientierte Akuttherapie und Prophylaxe mit Biofeedback, Entspannung und Schmerzbewältigung.
Im akuten Migräneanfall geht fast nichts mehr; der langfristige Verlauf aber entscheidet sich zwischen den Anfällen, dort, wo Trigger, Erwartungsangst und Lebensführung beeinflussbar sind. Migräne ist eben kein rein somatisches Geschehen: Psychologische Faktoren wirken auf Auslösung, Verarbeitung und Bewältigung ein und bestimmen maßgeblich die Lebensqualität. Diese Fortbildung zeigt, warum Migräne ohne psychotherapeutische Perspektive nicht adäquat behandelt werden kann, und was Sie konkret beitragen können.
Sie lernen Kopfschmerz und Migräne im bio-psycho-sozialen Modell einzuordnen und verstehen Pathophysiologie, Auslöser und Migränephänotypen ebenso wie Trigger-Management und Coping-Strategien. Einen leitlinienorientierten Überblick erhalten Sie über die medikamentöse Akut- und Intervalltherapie; der Schwerpunkt liegt auf den nicht-medikamentösen Verfahren: Entspannung, Biofeedback mit praktischer Demonstration, Schmerzbewältigungstraining, Psychoedukation, Stressreduktion, kognitive Umstrukturierung und Genusstraining, eingebettet in multimodale Schmerzprogramme. Dazu beleuchten Sie das Zusammenspiel von Migräne, Perfektionismus, Angst und Depression und nutzen es therapeutisch. Beide Dozenten forschen seit Jahrzehnten zur psychologischen Kopfschmerztherapie und haben an den aktuellen Leitlinien mitgearbeitet.
In Selbsterfahrungsübungen erproben Sie Entspannungsverfahren und Biofeedback am eigenen Leib; in der Fallarbeit übertragen Sie das Vorgehen auf mitgebrachte Fälle aus Ihrer Praxis.