Zu verletzt für Nähe? – oder: Der Teufelskreis von Kränkung und Einsamkeit

Kursbeschreibung
Wenn Verletzungen bleiben und Nähe schwerfällt
Kränkung und Einsamkeit verstehen, Zusammenhänge erkennen und konkrete Ansatzpunkte für die psychotherapeutische Arbeit entwickeln.
Kränkung und Einsamkeit begegnen uns in vielen Behandlungen, über Diagnosen und Therapieverfahren hinweg. Beide Erfahrungen können mit Selbstwertverletzungen, geringer Selbstakzeptanz und mangelnder Selbstfürsorge verbunden sein. Sie berühren existenzielle Fragen und können zur Entstehung oder Aufrechterhaltung psychischer Erkrankungen beitragen. Wie hängen sie zusammen? Und wie lassen sie sich therapeutisch aufgreifen?
In diesem Workshop beschäftigen Sie sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Kränkung und Einsamkeit, ihrer psychopathologischen Einordnung und ihrer individuellen wie gesellschaftlichen Bedeutung. Sie betrachten emotionale und kognitive Aspekte, lernen störungsspezifische Erklärungsmodelle kennen und erarbeiten Möglichkeiten der psychotherapeutischen Bewältigung. Die Klärung zentraler Begriffe und die Psychoedukation bilden dafür eine Grundlage. Selbstwert, Selbstakzeptanz und Selbstfürsorge werden dabei als wichtige Bezugspunkte mitgedacht.
Anhand klinischer Fallbeispiele diskutieren Sie therapeutische Handlungsmöglichkeiten und nehmen sowohl die Perspektive der Patient:innen als auch die der Therapeut:innen in den Blick. Wo liegen Fallstricke im Umgang mit diesen sensiblen Themen, und welche Auswege sind möglich? Konkrete therapeutische Werkzeuge werden vorgestellt, eingeübt und kritisch diskutiert.
Sie erhalten Anregungen für Ihren Praxisalltag und Gelegenheit, das eigene therapeutische Vorgehen zu reflektieren. Der interaktive Workshop richtet sich an Psychotherapeut:innen aller Ausbildungsstufen.