Nicht jeder Impuls braucht eine Antwort. Achtsamkeit und Meditation in der Psychotherapie

„Bemerken Sie gerade den Impuls, weiterzuscrollen? Sie müssen ihm nicht folgen.“
Achtsamkeit und Meditation fundiert in die Psychotherapie integrieren: Evidenz, eigene Übungspraxis und Interventionen für unterschiedliche Settings.
Achtsamkeit ist überall, von der Krankenkassen-App bis zum Ratgeberregal. Für die therapeutische Arbeit braucht es aber mehr als eine Übungsempfehlung: fundiertes Wissen um Wirkmechanismen, Indikationen und Grenzen sowie eine eigene, gelebte Praxis. Diese Fortbildung verbindet beides und zeigt, wie Achtsamkeit und Meditation seriös in die Psychotherapie integriert werden.
Sie lernen die Grundlagen und Wirkmechanismen achtsamkeitsbasierter Verfahren sowie die Evidenz für ihren Einsatz in Psychotherapie und Psychiatrie kennen. In angeleiteten Übungen erproben Sie verschiedene Meditations- und Achtsamkeitsformen zur Aufmerksamkeitslenkung, Emotionsregulation und Körperwahrnehmung; die eigene Erfahrung ist ausdrücklicher Bestandteil des Kurses. Darauf aufbauend entwickeln Sie eine achtsame Grundhaltung aus Präsenz, Akzeptanz, Nicht-Bewerten und Mitgefühl, auch als Ressource für die therapeutische Beziehung und den Umgang mit schwierigen Therapiesituationen. Sie erarbeiten, wie sich achtsamkeitsorientierte Interventionen in unterschiedliche Verfahren, Patientengruppen und Settings integrieren lassen, einschließlich Indikationen und Kontraindikationen. Die Dozentin bildet seit vielen Jahren MBSR- und MBCT-Lehrer aus und hat mehrere Bücher zu achtsamkeitsbasierten Verfahren verfasst.
In der Praxiswerkstatt vertiefen Sie Übungen und Fallbeispiele und entwickeln individuelle Strategien, um Achtsamkeit nachhaltig in Ihre therapeutische Arbeit und die eigene Selbstfürsorge zu integrieren.