Embodiment – Wie die Haltung die Haltung beeinflusst: Resilienz stärken durch Körperbewusstsein

„Setzen Sie sich einmal aufrecht hin. Merken Sie etwas?“
Embodiment praktisch nutzen: Wie Haltung und Bewegung Denken und Emotionen direkt beeinflussen und sich Resilienz körperbasiert aufbauen lässt.
Der Patient sitzt zusammengesunken im Stuhl, und die Therapie arbeitet mit Worten dagegen an. Dabei zeigt die Embodiment-Forschung, dass die Beeinflussung auch andersherum läuft: Haltung, Gestik und Bewegung wirken unmittelbar auf Denkmuster und Emotionen. Diese Fortbildung vermittelt, wie sich diese Wechselwirkung von Geist, Körper und Umwelt gezielt nutzen lässt, um die Resilienz von Patienten körperbasiert zu stärken.
Sie lernen die neurobiologischen und entwicklungspsychologischen Grundlagen von Embodiment und Resilienz kennen und erfahren anhand empirischer Studien, wie Bewegung Kognitionen direkt beeinflusst. In einem hohen Übungsanteil erproben Sie bewegungsbasierte Ressourcenaktivierung, körperliche Mikrointerventionen für akute Belastungssituationen wie Spürübungen, Atemmodulation und posturale Stärkung sowie ausgewählte Übungen aus dem Qi Gong, einschließlich Kontraindikationen und Anpassung an verschiedene Patientengruppen. Der Dozent ist zertifizierter Qigong-Lehrer und hat ein Qi-Gong-Kartenset für Psychotherapie und Beratung mitverfasst. Sie entwickeln eigene kurze Übungssequenzen für Ihre Patienten.
In der Fallarbeit übertragen Sie Embodiment als komplementäre Technik in die kognitive Verhaltenstherapie und andere Ansätze; bringen Sie gern eigene Fälle mit. Den Abschluss bildet die Arbeit an der eigenen therapeutischen Haltung, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.