Gute Laune ist schön, aber Sinn hält länger – Positive Interventionen für Resilienz und Lebenszufriedenheit

„Mir geht’s ja schon besser. Aber gut geht’s mir nicht.“
Positive Psychologie evidenzbasiert nutzen: Was positive Interventionen bei Depression und Erschöpfung leisten und wie sie sich therapeutisch integrieren lassen.
Psychotherapeuten sind darauf trainiert, Symptome zu erkennen und zu reduzieren. Viele Patienten wünschen sich aber mehr als Symptomfreiheit: ein Leben, das sich wieder lohnt. Genau hier setzt die Positive Psychologie an, die den Blick von „Fix what’s wrong“ auf „Build what’s strong“ erweitert. Diese Fortbildung vermittelt ihre Interventionen auf gesichertem wissenschaftlichem Fundament, ohne Wohlfühlrhetorik und vereinfachte Glücksformeln.
Sie lernen Entstehung und Leitprinzipien der Positiven Psychologie kennen und können die Studienlage zur Wirksamkeit positiver Interventionen bei Depression, Stress und für das Wohlbefinden kritisch einordnen, einschließlich ihrer Grenzen und der Risiken einer toxischen Positivität. Kerninterventionen wie Dankbarkeitsübungen sowie Sinn- und Wertearbeit erleben Sie in der Selbsterfahrung und ordnen sie therapeutisch ein. Die neurobiologischen Grundlagen positiven Erlebens vermittelt der Dozent aus erster Hand: Er forscht selbst zur kognitiven Neurowissenschaft des Positiven und hat grundlegende Arbeiten zur Psychologie des Positiven verfasst.
Sie erarbeiten, wie sich positive Interventionen mit kognitiven, achtsamkeitsbasierten und schematherapeutischen Ansätzen verbinden lassen, gerade bei Depression, Burnout und chronifizierten Verläufen. In der Kleingruppenarbeit wenden Sie die Interventionen auf eigene Fallbeispiele an; bringen Sie gern Fälle aus Ihrer Praxis mit.