Mehr als Sonnengruß und Räucherstäbchen – Vom eigenen Erleben zur therapeutischen Anwendung

Sie regulieren den ganzen Tag die Affekte anderer. Wer reguliert Ihre?
Yoga als körperorientiertes Verfahren: Selbstregulation, Embodiment und Selbstfürsorge für Psychotherapeuten, in Selbsterfahrung erprobt und klinisch reflektiert.
Aufmerksamkeit, Empathie, Beziehungsarbeit: Psychotherapeuten regulieren im Berufsalltag fortlaufend fremde und eigene Affekte, meist ausschließlich auf kognitivem Weg. Die körperliche Dimension der Selbstregulation bleibt in Ausbildung und Praxis häufig unterrepräsentiert. Diese Fortbildung schließt die Lücke und vermittelt Yoga als evidenzinformiertes körperorientiertes Verfahren, das der eigenen Gesundheit dient und zugleich das therapeutische Handeln bereichert.
Sie lernen die neurobiologischen Grundlagen körperorientierter Selbstregulation kennen und verstehen, welche Rolle Interozeption, Embodiment und die Regulation des autonomen Nervensystems für psychische Gesundheit spielen. In einem Wechsel aus Theorie, Selbsterfahrung und Reflexion üben Sie ausgewählte Yoga-, Atem- und Entspannungsverfahren und ordnen deren Wirkmechanismen, Chancen und Grenzen im therapeutischen Kontext ein, einschließlich Fragen von Dosierung, Sicherheit und Kontraindikationen.
Sie entwickeln individuelle Strategien zur Prävention von Erschöpfung und Burnout und prüfen, welche Übungen sich situationsgerecht in Ihre berufliche Praxis übertragen lassen. Die Fortbildung hat einen hohen Selbsterfahrungsanteil. Bringen Sie die Bereitschaft mit, die Übungen am eigenen Körper zu erproben; bequeme Kleidung wird empfohlen. Yogavorkenntnisse sind nicht erforderlich.