Von der grauen Maus zum strahlenden Stern? Gesunder Selbstwert und wie er sich in der Psychotherapie fördern lässt

„Ich möchte an meinem Selbstwert arbeiten.“
Selbstwertarbeit mit Augenmaß: wann sie indiziert ist, was realistisch erreichbar ist und welche Interventionen wirken, von Stuhldialog bis Selbstmitgefühl.
„Ich möchte an meinem Selbstwert arbeiten“: Kaum ein Anliegen wird zu Therapiebeginn häufiger genannt. Doch braucht wirklich jeder Patient explizite Selbstwertinterventionen, welche Veränderungen sind überhaupt realistisch und nachhaltig, und wo kippt Selbstwertförderung in narzisstische Überkompensation? Dieser Workshop vermittelt eine differenzierte, therapeutisch verantwortliche Antwort und das passende Handwerkszeug.
Sie lernen zunächst, wann Selbstwertarbeit indiziert ist und wann Selbstwertthemen besser im Rahmen der Störungsbehandlung mitlaufen. Praktisch verfolgt der Kurs zwei Wege: Zum einen erfahren Sie, wie sich etablierte Interventionen wie kognitive Umstrukturierung und Verhaltensexperimente mit wenig Aufwand selbstwertfördernd ausrichten lassen. Zum anderen üben Sie selbstwertspezifische Techniken, die teils selbstmitgefühlsorientierten Verfahren entlehnt sind: die Förderung eines fairen Blicks auf die eigene Person, Imaginationsübungen, achtsamkeitsbasierte Selbstzuwendung und Stuhldialoge zwischen kritischen und unterstützenden Selbstanteilen, einschließlich des Umgangs mit Scham und Perfektionismus. Fallarbeit an eigenen Fällen verankert die Therapieplanung.
Die Dozentin hat zum Thema publiziert und vermittelt Techniken, die sich unmittelbar in Einzel- und Gruppentherapie integrieren lassen. Bringen Sie gern eigene Fälle mit.