Angst vor der Arbeit? Gibt es nicht? Doch! – Arbeitsangst erkennen, therapieren und sozialmedizinisch einordnen

„Im Urlaub? Alles bestens. Sonntagabend? Herzrasen.“
Arbeitsplatzangst und Arbeitsplatzphobie: verdeckte Symptome erkennen, ohne Expositionsfeld behandeln und sozialmedizinisch sicher einordnen.
Kein Lebensbereich enthält mehr unmittelbar angstauslösende Reize als der Arbeitsplatz: Existenzbedrohung, Bewertung durch Vorgesetzte, Rivalität, Übergriffe durch Kunden oder Schüler. Trotzdem taucht Arbeitsangst in der Praxis selten offen auf, denn Patienten berichten über Erschöpfung, körperliche Beschwerden oder Konflikte, während die Angst implizit bleibt. Die Folgen von Fehldiagnosen sind gravierend: Nimmt Arbeitsangst phobischen Charakter an, führt sie regelhaft in die Arbeitsunfähigkeit, bis hin zum Arbeitsplatzverlust.
Der Kurs vermittelt das Störungsbild systematisch. Sie lernen die Formen arbeitsbezogener Ängste zu differenzieren und von sozialer Phobie, generalisierter Angst, Depression und Burnout abzugrenzen, und Sie erkennen die typisch verschleierte Beschwerdedarstellung. Therapeutisch widmet sich der Kurs einer besonderen Herausforderung: Der Arbeitsplatz steht, anders als Kaufhaus oder U-Bahn, nicht als Expositionsfeld zur Verfügung. Sie lernen alternative Strategien kennen, von Imaginationsverfahren über Verhaltensplanung bis zur indirekten Exposition. Die sozialmedizinische Einordnung mit Fragen von Arbeitsfähigkeit und Krankschreibung wird durchgehend mitgedacht. Fallarbeit an eigenen Fällen verankert das Vorgehen.
Sie gewinnen diagnostische und therapeutische Sicherheit bei einem Störungsbild, das über Erwerbsverläufe entscheidet.