Wer bin ich, wenn ich jemand anders bin? – Selbsterfahrung durch Rollenwechsel

„Sie lügen. Vor Publikum. Und alle machen mit.“
Zwei Tage spielbasierte Selbsterfahrung: Rollenübernahme, Vertrauen und Gruppendynamik am eigenen Erleben erkunden, mit Transfer in Therapie und Gruppenleitung.
In der therapeutischen Arbeit beobachten wir täglich, wie Menschen unter Unsicherheit entscheiden, Vertrauen aufbauen, taktieren oder sich zurückziehen. Doch selten erleben wir diese Dynamiken bewusst am eigenen Leib. Dieses Selbsterfahrungsformat schafft dafür einen geschützten Raum. Es ist ein intensives Gruppenlabor, in dem verhandelt, gezweifelt, gelacht und Position bezogen wird.
Den Rahmen bildet Blood on the Clocktower, ein Social-Deduction-Spiel, das das bekannte Werwolf-Prinzip um Informationsasymmetrien, persistierende Rollen und moralische Dilemmata erweitert. Im Wechsel von Spielphasen und systematischer Reflexion untersuchen Sie eigene Muster von Rollenübernahme, Affektregulation und sozialer Positionierung. Wie entsteht psychologische Sicherheit, und wo bricht sie weg? Welche Anteile werden aktiviert, wenn wir täuschen, beschuldigen, schweigen oder im Fokus stehen?
Die Erkenntnisse übertragen Sie auf Gruppenleitung, Beratung und Therapie. Vorkenntnisse im Spiel sind nicht erforderlich. Vertrautheit mit Formaten wie den Werwölfen von Düsterwald ist von Vorteil.